Verein

Vereinsgeschichte

Gegründet im Jahr 1968, zählt der USC Landhaus zu den traditionsreichstes Frauenfußballklubs in Österreich. Bekannt ist der Verein nicht nur durch sein langes Bestehen, sondern vor allem durch die großen sportlichen Erfolge, die er seit seiner Gründung feiern konnte.

„Gründervater“ Gerhard Traxler ist bis heute das „um und auf“ beim USC und zieht eifrig die Fäden im Verein. Wie schon erwähnt hob er den Klub 1968 aus der Taufe und trat als Sektion der Union SC Landhaus bei. Großen Verdienst daran hatte der damalige USC Obmann Walter Dragoun, der das Frauenteam sofort in den Verein aufnahm.
Der offizielle Spielbetrieb wurde am 1. Jänner 1969 aufgenommen. In der Anfangszeit hatte Traxler nicht nur die Sektionsleiterstelle inne, sondern fungierte zusätzlich auch als Trainer. Aktiv unterstützt wurde seine Aufbauarbeit im Verein von Annmarie Leitner, die ihm half die Sektion zu leiten und ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen.
Die ersten Spiele wurden hauptsächlich in der damaligen CSSR ausgetragen, da es in Österreich noch keine Gegnerinnen gab. 1971 wurde der USC Landhaus schließlich als erster Frauenfußballverein in den Wiener Fußballverband aufgenommen. Die erste österreichische Frauenfußballmeisterschaft wurde in der Folge in der Saison 1972/73 ausgespielt. 1973 ertönte schließlich auch der Startpfiff zum ersten österreichischen Cupbewerb im Frauenfußball.
Von Anfang an war der USC Landhaus in allen Bewerben immer im Kampf um die Spitzenplätze mit dabei. Mit berechtigtem Stolz können wir heute auf 12 Meistertitel, 11 Cupsiege und einen Supercupsieg zurückblicken.

Über die nationalen Erfolge hinaus errang unser Klub auch im Ausland große Beachtung und konnte auf internationaler Ebene viel Positives zum Ruf des österreichischen Frauenfußballs beitragen. Zahlreiche Einladungen führten uns zu Spielen und Turnieren nach Ungarn, Jugoslawien, Tschechien, Slowakei, Italien, Frankreich, Schweiz, Belgien, Dänemark und Deutschland. Die größten und spektakulärsten Auslandsreisen brachten uns sogar in den Fernen Osten. 1972 absolvierte der USC eine traumhafte vierwöchige Tournee durch Indonesien. 1978 folgte eine zweiwöchige Reise nach Taiwan, und schließlich 1987 eine zweiwöchige Reise nach Amerika (Las Vegas, Los Angeles und Mexiko).

2001 brachte einen weiteren, vor allem sportlich bedeutsamen Höhepunkt im internationalen Frauenfußball für den USC Landhaus. Wir durften am erstmals ausgetragenen Frauen-UEFA-Cup teilnehmen und trafen in Helsinki auf die Meisterteams aus Italien, Finnland und den Färöer Inseln. Dort bekamen wir eindrucksvoll vorgeführt, welches Niveau der Frauenfußball in Europa bereits erreicht hat, und die Spitzenteams zeigten ganz klar auf, dass nur dort, wo auf nationaler Ebene professionell gearbeitet wird, internationale Erfolge möglich sind. Wir konnten nur staunen und viel lernen…

Besondere Beachtung soll natürlich auch der Tatsache geschenkt werden, dass der USC Landhaus im Moment der aktivste österreichische Verein ist, was die Nachwuchsarbeit im Frauenfußball anbelangt. Neben dem ÖFB Frauenligateam sind wir mit unserem B-Team in der 2. Frauenliga vertreten, der USC Landhaus 1c spielt außerdem in der Wr. Landesliga. Dadurch soll vor allem jungen Nachwuchsspielerinnen die Möglichkeit gegeben werden, die nötige Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln, um ihnen den Weg in die höchste Spielklasse zu erleichtern. Zusätzlich führt unser Verein auch 2 Mädchenteams (U10&U12), die bei den Burschen in der Meisterschaft mitspielen.

Ein großes Dankeschön ergeht an dieser Stelle an all jene, die dabei mitgeholfen haben, dass der USC Landhaus diesen wichtigen Stellenwert im österreichischen Sport erreicht hat und natürlich an alle diejenigen, die momentan im Verein aktiv mitarbeiten bzw. ihn unterstützen. Hier sei vor allem die sportliche Leitung erwähnt, allen voran die ehemalige Trainerin Olga Hutter, die auch als Co-Trainerin im Nationalteam tätig ist, und die den wohl größten Anteil an den großartigen sportlichen Erfolgen der letzten Jahre hat.

Die abschließenden Worte kommen von Gehard Traxler: „Ich bin sehr stolz auf unsere Mädchen und Frauen. Trotz vieler Tiefen und Rückschläge konnten wir uns immer wieder motivieren. Das Positive gab uns immer wieder neue Kraft. Obwohl wir schon sehr viel erreicht haben, sind wir noch lange nicht am Ziel. Einen großen Wunsch erlaube ich mir noch zu schreiben: Dass der Frauenfußball in Österreich endlich entsprechende Anerkennung und Unterstützung erhält, wie es in anderen Ländern schon lange eine Selbstverständlichkeit ist.“